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  • Baugebiet „Alter Sportplatz Wankum“ auf der Zielgeraden

    Baugebiet „Alter Sportplatz Wankum“ auf der Zielgeraden

    In der letzten Sitzung des Ausschusses für Planung, Liegenschaften und Verkehr am 07.02.2019 wurde über die „gestalterischen Festsetzungen“ des Baugebietes „Alter Sportplatz“ in Wankum beraten (Link zur Niederschrift). Zwischenzeitlich wurden nun die alten Umkleiden auf dem Gelände abgerissen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Vorbereitungen für dieses neue Baugebiet „auf der Zielgeraden“ befinden.

    Nach Einarbeitung der in der Sitzung verabschiedeten Veränderungen (beispielsweise sollen grundsätzlich auch “Pultdächer” erlaubt sein) sowie letzten Abstimmungen mit der Unteren Wasserbehörde und der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Kleve kann eine Offenlage der “gestalterischen Festsetzungen” erfolgen. Ist auch dieser Prozess durchlaufen, kann sicher bald eine Vermarktung der Grundstücke beginnen.

    Über 7 Jahre ist dieses Projekt mittlerweile in Vorbereitung. Hintergrund bildete folgender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus den Etatberatungen 2012:

    “3. Sporteinrichtungen
    Es besteht eine eindeutige Überversorgung an Sportplätzen, was angesichts des nicht ausgeglichenen Haushaltes nicht weiter akzeptabel ist. Insofern wird die Verwaltung beauftragt, den Sportplatz in Wankum abzuwickeln und die Fläche in Bauland umzuwandeln.
    ”

    Seither gab es für die Verwaltung zahlreiche Hürden aus dem Weg zu räumen. Dazu zählten unter Anderem Bedenken der Bezirksregierung, Reste von “Laufgräben” aus dem zweiten Weltkrieg, Debatten über einen Erdwall oder Gutachten hinsichtlich der Belastungen durch eine frühere Hausmülldeponie.

    Angesichts des “leergefegten” Grundstücksmarktes wird die Bebaubarkeit sicher von vielen dringend erwartet. Neben Grundstücken für etwa 30 Doppel- oder Einfamilienhäuser ist ein Teil des Gebietes auch für 2 bis 3 Mehrfamilienhäuser  vorgesehen. Der WBV wird sich dafür einsetzen, dass in mindestens einem davon auch “öffentlich geförderter” Wohnraum entsteht.

  • Glasfaser bis in den „letzten Winkel“ – eine gute Investition

    Glasfaser bis in den „letzten Winkel“ – eine gute Investition

    Nun ist es offiziell: Die „Deutsche Glasfaser“ hat den Zuschlag für den „Breitbandausbau in den Außenbereichen“ Wachtendonks und des Kreises Kleve erhalten. (Pressemitteilung des Kreises Kleve)

    Das ist eine gute Nachricht, denn dieser Anbieter legt in der Regel „Glasfaser bis in‘s Haus“ – anders als mancher Wettbewerber, der auf der „letzten Meile“ die alten Kupferkabel (unter optimalen Bedingungen) zu einer Leistung von maximal 250 MBit im Down- und 50 MBit im Upstream „aufbläst“.

    Mit Glasfaserleitungen sind schon heute Bandbreiten bis zu einem Gigabit im Up- und Downstream möglich, theoretisch sogar noch mehr.

    Denn wenn schon 3,6 Millionen Euro aus „öffentlichen Mitteln“ und die Hand genommen werden (50% vom Bund, 40% vom Land NRW, 10% aus Mitteln der Gemeinde), dann sollte auch in eine Technologie investiert werden, die auf „lange Sicht“ zukunftssicher ist.

    Angebunden werden in diesem Vorhaben Haushalte, die zuvor als „unterversorgt“ ermittelt und dann in einer entsprechenden Karte rot markiert wurden.

    Wir sind gespannt auf die konkreten Zeitpläne für die Umsetzung des Breitbandausbaus.

  • Wachtendonk: Immer weniger öffentlich geförderter Wohnraum – bei steigender Nachfrage

    Wachtendonk: Immer weniger öffentlich geförderter Wohnraum – bei steigender Nachfrage

    Im Auftrag des Kreises Kleve wurde durch das Institut InWIS der Wohnungsmarkt im Kreis analysiert. Das Ergebnis der entstandenen Studie bringt die Rheinische Post in ihrem Artikel vom 20.04. mit „Im Kreis fehlen günstige Wohnungen“ auf den Punkt. Insbesondere ein hoher Bedarf an kleinen und/oder preisgünstigen Wohnungen ergibt sich aus der Studie.

    Schaut man gezielt auf die Ergebnisse für Wachtendonk, so fällt insbesondere ein Mangel an „öffentlich gefördertem Geschosswohnungsbau“ ins Auge. So hat es hier bei uns seit 2008 keine einzige Bewilligung oder Fertigstellung solcher Projekte gegeben – damit ist Wachtendonk zusammen mit Rheurdt ein „Schlusslicht“ der Studie. Zudem fallen bis 2030 in Wachtendonk 37 der derzeit 57 öffentlich geförderten Wohnungen 20 Jahre nach Fertigstellung aus der öffentlichen Förderung heraus. Das Angebot an öffentlich gefördertem Wohnraum schrumpft also deutlich, die Nachfrage wird laut Studie dagegen stark steigen.

    Insgesamt kommt die Studie zu der Einschätzung, dass in Wachtendonk bis 2030 stolze 704 zusätzliche Wohneinheiten benötigt werden, davon 94 „öffentlich geförderte“ Mietwohnungen.

    Wenn es hier bei uns aber weitergeht wie bisher, dann wird es aber wohl keine einzige neue „öffentlich geförderte“ Wohnung geben. Denn die Gemeinde legt im Bebauungsplan nur fest, wo Mehrfamilienhäuser gebaut werden können – nicht aber, wo letztlich „öffentlich geförderter“ Wohnungsbau stattfindet. Denn wie die Studie feststellt, gibt es im Kreis Kleve nur wenige Akteure, die solchen Wohnungsbau dann auch umsetzen.

    Doch was kann die Gemeinde Wachtendonk konkret tun, um dem entgegenzuwirken? Einerseits massiv „Druck ausüben“ auf die kreiseigene „Kreis Kleve Bauverwaltungs GmbH“, in den Neubaugebieten „Alter Sportplatz“ in Wankum und „Nördlich Achter der Stadt“ aktiv zu werden. Ca. 60 Mietwohnungen könnten in beiden Baugebieten zusammengerechnet mittelfristig entstehen, eine „gute Mischung“ aus öffentlich gefördertem und „frei finanziertem“ Mietwohnungsbau wäre dabei wünschenswert.

    Und wenn das nicht funktioniert – und niemand „öffentlich gefördert“ bauen will? Dann müsste Wachtendonk möglicherweise selbst tätig werden – und die gemeindeeigene „Grundstücksentwicklungsgesellschaft„ in eine „Grundstücks- und Wohnungsentwicklungsgesellschaft„ umwandeln.

  • Kieslöcher rund um Wachtendonk – wird es noch schlimmer?

    Kieslöcher rund um Wachtendonk – wird es noch schlimmer?

    Kommt man über die A 40 nach Wachtendonk, dann ist der erste Eindruck von unserem Ort recht einseitig und durchaus erschreckend: Kiesloch reiht sich an Kiesloch, bald wird man nach der Autobahnabfahrt sogar durch ein „Kieslochspalier“ in unseren Ort einfahren.

    Und es wird möglicherweise noch schlimmer: Wie die Internetseite des Aktionsbündnisses Niederrheinappell (https://niederrheinappell.de) berichtet, beabsichtigt die Landesregierung, in einer Neufassung des Landesentwicklungsplans die Planungsvorgaben für die Regionalbehörden zu verändern. So will man durch die Änderung des Landesentwicklungsplanes die Planungsämter auffordern, so viele Flächen für den Abbau von Sand/Kies auszuweisen, dass eine Versorgungssicherheit (gemessen an der Abbaugeschwindigkeit der jeweils letzten 3 Jahre) von nunmehr 25 Jahren statt wie bisher von 20 Jahren gewährleistet ist.
    Das bedeutet, dass der Kiesindustrie ab sofort 25% mehr an Flächen zum Abbau zur Verfügung gestellt werden sollen.

    Seit 2014 sind auf Wachtendonker Gemeindegebiet durch den „Regionalplan Düsseldorf“ 70 Hektar für den Abbau von “nichtenergetischen Bodenschätzen” ausgewiesen (siehe https://rp-online.de/nrw/staedte/geldern/landwirte-kiesabbau-frisst-ackerland_aid-21944837). „25% mehr“ könnten dann weitere 17,5 Hektar bedeuten. Und dem Gemeinderat sind dabei die Hände gebunden: Mehrfach stimmte dieser in der Vergangenheit gegen „mehr Kiesabbau“ in Wachtendonk, genützt hat es leider nichts.

    Der WBV unterstützt daher den „Niederrheinappell“ und ruft alle Wachtendonker Bürger dazu auf, dies ebenfalls unter https://niederrheinappell.de/stimme-abgeben/ zu tun.

  • Erschreckend viel Müll in der Niers

    Erschreckend viel Müll in der Niers

    Früh morgens am 07.04.2019 hat die WBV-Fraktion – tatkräftig unterstützt durch zwei “externe Helfer” (Danke, Sascha und Max!) – auf der Niers zwischen Grefrath und Wachtendonk Müll aus der Niers gesammelt. Zwei Boote wurden dafür freundlicherweise von Familie Hotz (https://www.hotzspots.de) zur Verfügung gestellt.

    Erschreckendes Fazit nach gut 5 Stunden auf dem Wasser: Manche scheinen die Niers für ein bequeme Entsorgungsmöglichkeit ihres Sperrmülls zu halten. 6 Auto- bzw. Motorradreifen, ein kaputter Gartenstuhl, ein Verkehrsschild, Schuhe, Stiefel, Eisenstangen und eine halbe Küchenarbeitsplatte – all das steckte im Grund der Niers. Dazu fanden sich im Wasser zahlreiche Plastikplanen und natürlich Flaschen, Trinkpäckchen, Bierdosen und sogar ein angerostetes 5-Liter-Einwegfässchen.

    Beunruhigend war auch eine große Anzahl von gebrauchten Toiletten-Hygieneartikeln im Wasser. Wie kann es sein, dass solche Dinge offensichtlich aus der Kanalisation von Städten am Oberlauf des Flusses in die Niers gelangen? Die WBV-Fraktion wird den Niersverband um eine Erklärung dafür bitten.

    Letztlich wurden am Bootsanleger in Wachtendonk zwei mit all diesem Müll voll beladene Boote entladen. Der Betriebshof wird sich um eine fachgerechte Entsorgung kümmern – auch dafür vielen Dank. Eine jährliche Wiederholung dieser Aktion erscheint sinnvoll – dann aber vielleicht mit noch mehr Helfern und Booten. Denn trotz der “reichen Ausbeute” lauert noch viel weiterer Müll im Wasser – und leider wird wohl auch im Laufe des Jahres wieder viel hinzukommen.

  • Den Müll aus der Niers holen…

    Den Müll aus der Niers holen…

    Die Aktion „Niers Clean Up“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Niers am 07.04. vom Müll zu befreien. Über 320 Helfer – unterstützt von der Feuerwehr im Kreis Kleve, dem THW und verschiedener Unternehmen, packen dabei mit an.

    Doch leider ist diese Aktion auf die Strecke zwischen Wachtendonk und Goch begrenzt. Der Flusslauf bis nach Wachtendonk bleibt also „dreckig“.

    Kurzfristig hat sich der WBV daher entschlossen, mit einigen Fraktionsmitgliedern selbst mit anzupacken und auch auf dem Teilstück von Grefrath nach Wachtendonk den Müll aus der Niers zu fischen. Wer will uns dabei helfen? Wir laden Wachtendonker Vereine und Bürger dazu ein, uns dabei zu unterstützen.

    Los geht es am Sonntag, 07.04. um 09:00 Uhr am Bootsanleger in Wachtendonk. Wir organisieren einen Transport nach Grefrath und ausreichend viele Boote für alle Helfer, die sich per E-Mail an info@wbv-wachtendonk.de bei uns anmelden.

    Die Gemeindeverwaltung hat bereits zugesagt, sich bei Ankunft per Boot in Wachtendonk um den Inhalt der von uns unterwegs befüllten Müllsäcke zu kümmern.

  • Keine Zusammenlegung der Feuerwehrstandorte beschlossen

    Der Bericht der RP „Wachtendonk debattiert über Feuerwehr“ suggeriert, dass der Rat sich für eine Zusammenlegung beider Standorte entschieden hat. Dem ist nicht so. Der Entscheid besagt in erster Linie, dass die Verwaltung den Auftrag bekommen hat, die Prüfung der Eignung des möglichen neuen Standortes der Wehr in Wachtendonk fortzusetzen und Verhandlungen zum Grunderwerb zu starten.

    Eine mögliche Zusammenlegung der Standorte soll lediglich als Option für diesen neuen Standort bewertet werden, mit dem Ziel, den zukünftigen Handlungsspielraum zu ermitteln. Dass eine Zusammenlegung der Standorte „Priorität hat“ wurde auf unser Drängen aus dem Beschlussvorschlag der Verwaltung gestrichen.

    Die WBV-Fraktion wird sich davon unabhängig für einen langfristigen Erhalt von zwei Standorten in unserer Gemeinde einsetzen.

  • Zusammenführung der Löschzüge Wachtendonk und Wankum? Eine schlechte Idee…

    Zusammenführung der Löschzüge Wachtendonk und Wankum? Eine schlechte Idee…

    Seit einiger Zeit wird wird im Gemeinderat über die Möglichkeit diskutiert, die Löschzüge Wachtendonk und Wankum an einem einzigen Standort zusammenzuführen.

    Eine mit einer groben Standortprüfung beauftragte Fachfirma sieht zwar Vorteile einer solchen Zusammenführung, doch das im gegenwärtig geltenden Brandschutzbedarfsplan festgeschriebene Schutzziel, wonach 10 Einsatzkräfte innerhalb von 8 Minuten nach Alarmierung durch die Leitstelle am Einsatzort sein müssen, scheint so nicht mehr erreichbar. Folglich bliebe nur, ein anderes Schutzziel zu formulieren – denn die oben genannten 8 Minuten sind nicht in einer gesetzlichen Grundlage verbindlich festgeschrieben.

    Doch was halten eigentlich die Verantwortlichen bei der freiwilligen Feuerwehr davon? Die öffentlich zugänglichen Unterlagen zur Ratssitzung am 21.03.2019 liefern dazu ein klares Bild: „Im Vorgriff auf weitere Entscheidungen hat die Verwaltung den Leiter der Wehr, den Kreisbrandmeister und Bezirksbrandmeister eingeladen, um die umstrittene Frage der Hilfsfristen eindeutig zu beantworten. Anders als der externe Gutachter wurde von diesem Personenkreis die Auffassung vertreten, dass das im gegenwärtig geltenden Brandschutzbedarfsplan festgeschriebene Schutzziel, wonach 10 Einsatzkräfte innerhalb von 8 Minuten nach
    Alarmierung durch die Leitstelle am Einsatzort sein müssen, nicht zur Disposition gestellt werden kann. Bei nur einem Standort – so Wehrvertreter und Bezirksregierung – müssten für die Bereiche, die nicht innerhalb von 8 Minuten zu erreichen sind, Lösungen gefunden werden, welche im Brandschutzbedarfsplan zu beschreiben und mit den Betroffenen zu kommunizieren sind. Faktisch werden solche Lösungen aber nicht gesehen.“

    Damit ist alles gesagt! Die Idee einer Zusammenführung beider Feuerwachen sollte schnellstens zu den Akten gelegt und stattdessen nach Lösungen für moderne und räumlich gut ausgestattete Feuerwachen in beiden Ortsteilen gesucht werden!

  • Situation der Kinderbetreuung in Wachtendonk – Kreisjugendhilfeausschuss verabschiedet Bedarfsplan

    Wie steht es um die Betreuung (und natürlich auch die frühkindliche Bildung) von Kindern der Altersgruppe 1 bis 6 in Wachtendonk?

    Gestern (07.03.) wurde im Kreisjugendhilfeausschuss in Kleve einstimmig der Bedarfsplan „Vorschulische Betreuung und Bildung 2019 – 2024“ verabschiedet. Dieser Bedarfsplan wird jährlich aktualisiert und gilt für alle Kommunen im Kreis Kleve, die wie Wachtendonk nicht über ein eigenes Jugendamt verfügen.

    Plätze in Kindertagesstätten

    Kinder im Alter zwischen 2 und 6 werden in der Regel in einer der mittlerweile 4 Wachtendonker Kindertagesstätten betreut. Über Wachtendonk findet man Bedarfsplan Folgendes:

    „Die Einwohnerzahlen in Wachtendonk liegen seit 2012 bei durchschnittlich 75 Kindern je Jahrgang. 2016 und 2017 sind dabei die einwohnerstärksten Jahrgänge des Zeitraumes seit 2012. Bei der Erhebung der Einwohnerzahlen wurde deutlich, dass die Geburtenzahlen der einzelnen Jahrgänge einer recht hohen Schwankung unterliegen, zuletzt aber insgesamt auf einem deutlich höheren Niveau liegen als zu Beginn des betrachteten Zeitraumes.
     
    Die im Kindergartenjahr 2017/2018 neu in Betrieb gegangene AWO Kita an der Nette ist nach sukzessiver Aufnahme weiterer Kinder inzwischen gut belegt. Im laufenden Kindergartenjahr 2018/2019 waren durch das erweiterte Platzangebot weitestgehend keine Überbelegungen notwendig.
     
    Das für das Kindergartenjahr 2019/2020 in der Gemeinde Wachtendonk vorgesehene Platzangebot ist bedarfsgerecht, eine Versorgung aller Rechtsanspruchskinder kann jedoch nur durch erneute Überbelegungen in fast allen Einrichtungen erfolgen. Für durch Zuzug unterjährig auftretende Platzanfragen stehen im Kindergartenjahr 2019/2020 keine Platzkapazitäten zur Verfügung. Ggf. müssten dann Ausnahmegenehmigungen bei der Heimaufsicht des Landschaftsverbandes Rheinland beantragt werden.
     
    Die geplante Belegungssituation im Kindergartenjahr 2019/2020, die oben dargestellte Entwicklung der Einwohnerzahlen sowie die von der Kommune Wachtendonk für die kommenden Jahre vorgesehene Ausweisung weiterer Baugebiete machen deutlich, dass perspektivisch für das Kindergartenjahr 2020/2021 der Bedarf weiterer Betreuungsplätze durch Anbau an eine bestehende Einrichtung oder durch Neubau einer Einrichtung in Wachtendonk besteht. Der AWO Kreisverband Kleve e. V. hat bereits sein Interesse bekundet, diesen Bedarf durch Anbau einer Gruppe an die bestehende zweigruppige Einrichtung zu decken. Der Bedarf für den Bau einer weiteren Einrichtung im Kindergartenjahr 2020/2021 ist nicht auszuschließen und wurde im Kommunalgespräch den Trägern dargelegt.“

    Einige Seiten weiter findet sich darüber hinaus folgender Text:

    „Im aktuellen Kindergartenjahr beabsichtigte der Kindergarten St. Marien Wachtendonk ebenfalls eine Änderung seiner Betriebserlaubnis vom Typ I in den Typ II. Dieser Änderung hat der LVR ohne eine deutliche Erweiterung des vorhandenen Raumprogrammes nicht zugestimmt. Der Träger hat daraufhin seinen Antrag auf Änderung der Betriebserlaubnis zurückgezogen und die Kinder unter drei Jahren weiterhin über den Gruppentyp I betreut.“

    Gibt es also wirklich bald wieder zu wenig Kita-Plätze in Wachtendonk? Vielleicht! Das Kreisjugendamt scheint davon auszugehen – obwohl es doch zunächst so aussah, als sei der Bedarf durch den Neubau der „AWO-Kita an der Nette“ auf lange Sicht nun gedeckt. Vielleicht spricht aus dieser Einschätzung die Erfahrung der letzten Jahre aus den anderen Kommunen des Kreises Kleve: Fast immer lagen die Prognosen in den letzten Jahren zu niedrig, deshalb musste immer wieder nachgebessert/nachgebaut werden. Zudem fordern Fachverbände einen Abbau von Überbelegungen, die Kita-Gruppen sollen im Durchschnitt also kleiner werden. Auch der Trend, Kinder immer jünger in Kindertageseinrichtungen betreuen zu lassen, führt zu steigendem Platzbedarf bei nur leicht steigender Geburtenrate. Laut Einschätzung der Jugendamtes spielen im Kreis Kleve zudem Zuzüge junger Familien eine zunehmende Rolle.

    Tagespflege

    Zur Situation der Tagespflege (in der im Kreis Kleve überwiegend Kinder der Altersgruppe 1-2 betreut werden) wird aufgelistet, dass es in Wachtendonk zum Ende des vergangenen Jahres 9 Tagespflegepersonen gab, die im Laufe des Jahres 54 Kinder („Tagespflegefälle“) betreuten. Berücksichtigt man, dass eine Tagespflegeperson nur 5 Kinder gleichzeitig betreuen darf, wird deutlich dass wohl auch für Wachtendonk gilt, dass „eine Annäherung zwischen Angebot und Nachfrage ersichtlich.“ ist.

    Im Klartext: Die angebotenen Plätze sind fast alle belegt. Ob Eltern dann immer das genau passende Betreuungsangebot in der Tagespflege finden, scheint fraglich.

    Familienzentren

    Auch zum Thema „Familienzentrum“ stand eine Entscheidung mit Relevanz für Wachtendonk an. Der Kindergarten „Maria Goretti“ hatte sich um ein neues Familienzentrum beworben. Die Verwaltungsvorlage des Jugendamtes formulierte dazu allerdings: „Da in Wachtendonk genügend Familienzentren vorhanden sind und bereits im letzten Jahr ein weiteres Kontingent an den Bewegungskindergarten Gänseblümchen e. V. vergeben worden ist, sollten die Kontingente vorrangig an die Bewerber vergeben werden, bei denen der Bedarf größer ist.“

    Letztlich wurde der Antrag auf ein Familienzentrum in Wankum daher durch den Jugendhilfeausschuss abgelehnt.

  • Elektroauto-Ladesäule bald auch in Wachtendonk

    Elektroauto-Ladesäule bald auch in Wachtendonk

    Schon lange hatte sich die WBV-Fraktion für eine öffentlich zugängliche Ladesäule für Elektroautos in Wachtendonk eingesetzt. Während es diese in umliegenden Gemeinden (Rheurdt, Kerken, Straelen, Neukirchen-Vluyn, Moers,…) bereits seit Jahren gibt, blieb Wachtendonk ein „weißer Fleck“ in der Landkarte der Elektromobilität. Aus unserer Sicht gab es einen direkten Zusammenhang zwischen dem vor Jahren erfolgten Wechsel unseres Stromnetzes von RWE (heute Innogy) zu den Stadtwerken Krefeld und dem bislang fehlenden Angebot solcher Ladesäulen.

    Endlich hat man nun aber auch in Krefeld erkannt, dass die Bereitstellung solcher Infrastruktur Teil der Verantwortung des Netzbetreibers ist. Nun wird es also auch am Friedensplatz (direkt vor der Hausnummer „Friedensplatz 3“) in Wachtendonk solch eine Ladesäule geben. Die Ladesäule mit zwei Ladepunkten liegt bereits seit November installationsbereit bei der SWK, Ende Februar oder Anfang März soll es (wie in der letzten Sitzung des Ausschusses für Planung, Liegenschaften und Verkehr mitgeteilt) nun mit der Installation losgehen.

    Voraussichtlich wird das Ökostrom-Laden dort mit 22KW möglich sein, in einer Stunde Ladezeit ließe sich dort dann Strom für etwa 150 bis 200 km Reichweite nachladen. Zu den Konditionen des „Stromtankens“ gibt es noch keine Infos (in Kempen gibt es z.B. den Strom für Elektroautos bis Ende 2019 kostenlos), für die Aktivierung von Ladevorgängen soll die App „Tank-E“ des gleichnamigen Stadtwerke-Verbundes genutzt werden können.

    Eine veränderte Beschilderung wird regeln, dass die beiden entsprechend ausgestatteten Parkplätze nur noch von Elektroautos für die Dauer des Ladevorganges genutzt werden dürfen. Der Gemeinde Wachtendonk entstehen dafür – von der Unterstützung der Maßnahme durch den Bauhof einmal abgesehen – keinerlei Kosten.

    Standort der geplanten Ladesäule