Schlagwort: Rat

  • 7. RAT 2026 Bericht

    Zusammenfassung der 7. Ratssitzung der Gemeinde Wachtendonk vom 09.07.2026

    TOP 4 – Sachstandsbericht zur Flüchtlingssituation

    Aktuell sind 236 Flüchtlinge in der Gemeinde untergebracht. Es besteht noch Kapazität für rund 50 weitere Personen. Zudem wurde eine angemietete Unterkunft gekündigt.

    TOP 5 – Ausbau der Moorenstraße

    Die CDU-Fraktion beantragte, einen verbindlichen Ausbauzeitpunkt im Jahr 2032 festzulegen.

    Die übrigen Fraktionen lehnten den Antrag aus verschiedenen Gründen ab. Als Argumente wurden unter anderem genannt:

    • die derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde,
    • dass eine Festlegung für das Jahr 2032 an der aktuellen Realität vorbeigehe,
    • sowie die bestehende Prioritätenliste für Straßenbaumaßnahmen, die regelmäßig überprüft und an Fördermöglichkeiten sowie aktuelle Entwicklungen angepasst werde.

    Der Antrag der CDU wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt.

    TOP 6 – Baugebiet „In der Dell“

    Für das neue Baugebiet wurde Variante 1 des Bebauungskonzepts einstimmig beschlossen.

    TOP 7 – Erweiterung der Grundschule Wankum

    Der Tagesordnungspunkt diente lediglich der Kenntnisnahme. Dennoch entwickelte sich eine kurze Diskussion über die Beleuchtung des bestehenden Schulgebäudes.

    Mehrere Ratsmitglieder berichteten, dass dort nachts regelmäßig Licht brenne. Die Verwaltung erklärte, den Sachverhalt zu prüfen und die Ursache zu klären.

    TOP 8 – Stellvertretende Wehrleiter

    Vor der Abstimmung wurde kurz darüber diskutiert, ob einzelne Personen nicht bereits zu viele Funktionen beziehungsweise Ämter innehaben.

    Anschließend wurde der Beschluss mit zwei Enthaltung gefasst.

    TOP 9 – Jahresabschluss 2025

    Der Entwurf des Jahresabschlusses wurde einstimmig beschlossen und kann nun dem Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) zur weiteren Prüfung vorgelegt werden. Der Abschluss umfasst mehr als 200 Seiten.

    TOP 10 – Befreiung vom Gesamtabschluss

    Dieser Tagesordnungspunkt wurde als reine Verwaltungsvereinfachung erläutert. Da die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Erstellung eines Gesamtabschlusses verzichtet werden. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

    TOP 11 und 12 – Neubesetzungen

    Beide Tagesordnungspunkte standen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Ratsmitglied Christian Semeru. Aufgrund seines Mandatsverzichts mussten Ausschusssitze sowie Vertretungen der Gemeinde neu besetzt werden.

    Anfragen der Ratsmitglieder

    Ein Ratsmitglied sprach die Müllsituation am Wohnmobilstellplatz an.

    Die Verwaltung berichtete, dass dort versuchsweise Mülltrennung eingeführt worden sei. Allerdings seien die Abfälle häufig falsch entsorgt worden, sodass Mitarbeitende den Müll anschließend selbst hätten nachsortieren müssen. Der zusätzliche Aufwand habe sich nicht gelohnt.

    Deshalb wird am Wohnmobilstellplatz wieder eine einzelne graue Restmülltonne aufgestellt.

     

  • traurige Nachricht

    traurige Nachricht

    Für uns alle unfassbar und leider viel zu früh verstarb gestern unser Ratsmitglied, Vereinsvorsitzender und guter Freund Horst Kremer-Merseburg.

    Obwohl er schwer erkrankt war, hatte er lange Zeit die Hoffnung, wieder politisch mitarbeiten zu können. Seine positive Art und fachliche Kompetenz wird uns sehr fehlen.

    Wir werden ihn immer in Erinnerung behalten.

    Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

  • Ratsarbeit und Kommunikation in Zeiten von Sars-CoV-2 / COVID-19

    Ratsarbeit und Kommunikation in Zeiten von Sars-CoV-2 / COVID-19

    Vielleicht fragt sich ja der Eine oder Andere wie denn nun in Wachtendonk die politische Arbeit weitergehen soll. Derzeit sind für April sämtliche Sitzungen in der bisherigen Form nicht durchführbar, insbesondere die am 30. April anberaumte Haupt- und Finanz-Ausschusssitzung. Wie es danach weitergehen soll, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass Sitzungen in der bisherigen Form nicht machbar sein werden.

    Natürlich ist es vollkommen selbstverständlich, dass wir uns alle schützen müssen und auch für eine längere Zeit die Hygiene-Standards einzuhalten sind sowie ganz besonders die persönlichen Kontakte nur auf Distanz möglich sind.

    Aber was heißt das nun konkret?

    Vor einigen Jahren hat sich im allgemeinen Einverständnis ein Gremium der Fraktionsvorsitzenden und der Verwaltung unter der Leitung des Bürgermeisters gebildet, welches eigentlich dazu gedacht war, die Fraktionen über die Themen von anstehenden Sitzungen im Vorfeld zu informieren und Anregungen entgegenzunehmen. Wohlgemerkt, dieses Gremium diente bestenfalls einem Informationsaustausch, mehr nicht. Mittlerweile hat dieses Gremium eine gewisse Eigendynamik entwickelt, sodass dort mehr und mehr Sachfragen außerhalb jeglicher demokratischer Legitimation vorentschieden werden. Protokolle werden zwar verfasst, stehen aber der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Die Verwaltung scheint davon auszugehen, dass die Fraktionsvorsitzenden ihre Fraktion schon „einnorden“ und damit der demokratische Disput umgangen wird – und dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein Beispiel lässt sich auch aus der Niederschrift der letzten Ratssitzung vom 5.3.2020 zitieren:

    16. Erstellung eines Gutachtens zur Jugend- und Sozialarbeit – (Seite 8)

    RM Merseburg beantragt, dass gemeinsam mit den Fachkräften unter externer Moderation potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet und auf dieser Grundlage ein Konzept erstellt wird. Eine Befragung durch einen Gutachter hält sie nicht für zielführend.

    FBL Trost entgegnet, dass das vorgeschlagene Vorgehen in der Fraktionsvorsitzendenrunde abgestimmt wurde und daher von den Anträgen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und CDU abweicht.

    Wir halten fest: In der Fraktionsvorsitzendenrunde kommt es also zu Abstimmungen! Dies können wir als WBV nicht weiter tolerieren, da diese Vorgehensweise weder legal noch demokratisch ist.

    Die aktuelle Einladung zur Fraktionsvorsitzendenrunde liest sich fast wie die Tagungsordnungspunkte einer Ratssitzung. Wir bekommen nun vermehrt den Eindruck, dass man nun versucht, über das sogenannte Umlaufverfahren Beschlüsse zu legitimieren, was nun definitiv außerhalb von Öffentlichkeit stattfinden würde und laut einer Erklärung des Städte- und Gemeindetages ein fragwürdiges Unterfangen darstellt, da sie juristisch angreifbar sein könnten.

    Wir als WBV werden bei nächster Gelegenheit den Antrag stellen, das Gremium der Fraktionsvorsitzendenrunde auf die frühere Variante der Informations- und Anregungsebene zurückzuführen. Eine undemokratische und intransparente Vor-Beschlussfassung vor den eigentlichen legitimen öffentlichen Gremien (Ausschüsse und Rat) darf und soll nicht mehr stattfinden!

    Der WBV hatte schon in den letzten Tagen vorgeschlagen, virtuelle Sitzungen über Konferenzplattformen durchzuführen. Dies ist in der Industrie und Politik in vielen Städten und Gemeinden mittlerweile das Mittel der Wahl. Dies wurde aber von der Verwaltung zurückgewiesen, da man datenschutzrechtliche Bedenken herangezogen hat und bezweifelt, dass die Öffentlichkeit Zugang hat, ohne dies in irgendeiner Weise zu belegen.

    Dies erscheint uns lediglich als vorgeschobenes Argument zu dienen, weil die Wirklichkeit mittlerweile doch ganz anders aussieht. Diese Konferenzsysteme sind definitiv auf Sicherheit geprüft, da sie ansonsten wohl kaum von so vielen Institutionen genutzt würden. Selbst die Öffentlichkeit kann per Live-Stream an vielen Veranstaltungen teilnehmen, wie es z. B. gerade jetzt in der Osterzeit unsere Kirchen und viele andere Einrichtungen zeigen.

    Das alles muss man aber wollen!

    Ihr WBV