Die heutige Sitzung hat Wachtendonk leider erneut ein gutes Stück zurückgeworfen. Die Vertreter der NRW-Bank erläuterten die Sachlage sehr verständlich und transparent – so klar, dass eigentlich keine Fragen offenbleiben konnten. Dennoch blieb der Eindruck zurück, dass manche Erklärungen zwar gehört, aber nicht wirklich aufgenommen wurden. Das alte Sprichwort „Ich kann es Ihnen erklären, aber nicht für Sie verstehen“ schien den Abend treffend zu beschreiben.



Unser Kämmerer bemühte sich wiederholt, die Zusammenhänge geduldig darzulegen, stieß jedoch bei großen Teilen der CDU- und WWG-Fraktionen auf wenig Resonanz. Dabei war die Sachlage eindeutig: Sowohl für die anwesenden Zuschauer war sie gut nachvollziehbar, als auch für die übrigen Beteiligten, die klar die Variante 5 favorisierten. Dennoch setzte sich die Entscheidung durch, kurzfristig rund 400.000 Euro einzusparen – obwohl absehbar ist, dass dies mittel- und langfristig deutlich höhere Kosten verursachen wird.
Doch die Problematik reicht noch weiter: Auch die Auswirkungen auf die CO2-Emissionen sprechen eine klare Sprache und verdeutlichen, dass diese Entscheidung klimapolitisch wenig zukunftsweisend ist.

Leider blieben auch diese Erkenntnisse weitgehend unbeachtet.

Die Modellberechnungen der NRW-Bank identifizierten die Variante 5 eindeutig als sinnvollste Lösung.
Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei um eine rein politisch motivierte Kurzfristentscheidung mit einem begrenzten Zeithorizont, deren Folgen unsere Gemeinde in wenigen Jahren teuer zu stehen kommen werden. Umso bedauerlicher ist es, dass man diese Entwicklung sehenden Auges in Kauf nimmt. Es war insgesamt ein trauriger Tag für Wachtendonk.
Der Berater der NRW-Bank tat mir dabei besonders leid – man kann nur mutmaßen, mit welchen Gedanken er die Rückfahrt nach Düsseldorf angetreten hat.
